Zum Werke, das wir ernst bereiten, Geziemt sich wohl ein ernstes Wort; Wenn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort.
Die heutigen Menschen glauben, daß man die Arbeit so einrichten müsse, daß sie möglichst viel Ertrag abwerfe. Das ist ein falscher Glaube; man muß die Arbeit so einrichten, daß sie die Menschen beglückt.
Wir arbeiten nicht nur, um etwas zu produzieren, sondern auch um der Zeit einen Wert zu geben.
Wenn Sie zu lange zu hart arbeiten, kriegen Sie ein weiches Hirn.
Hoffnung bedeutet: Das Beste in der Zukunft erwarten und daran arbeiten, es zu erreichen.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, daß sich so wenige Leute damit beschäftigen.
Wer die Anarchie von Brennesseln und Blattläusen duldet, der stellt sich in unserem Lande schon in die Nähe der Terroristenszene.
Mir scheint heute der bekennende Wissenschaftler gefragt, der den Elfenbeinturm verläßt und sich mit uns vor die sterbende Tanne, vor Laubfrösche, vor atemwegerkrankte Kinder oder vor genmanipulierte Milchkühe stellt.
Wenn es zutrifft, daß der deutsche Durchschnittsbürger noch sieben Tier- und fünf Pflanzenarten kennt, aber 19 Automarken, dann müssen wir über die Bildungspolitik nachdenken.
Reich sind wir zwar an dreißigtausend Megawatt Atomstrom, an Raketen und Panzern; aber arm an drei Dutzend Weißstorchpaaren, die 1987 vielleicht noch in Bayern gebrütet haben; zur Zeit der Großeltern waren es noch dreitausend!
Es ist schlecht, wenn wir in unseren Tagen soviel von Heimat und Kultur reden und gleichzeitig die Basis dessen verhunzen, was Heimat eigentlich erst mit Inhalten erfüllt.
Reich sind wir zwar an dreißig Millionen Autos, aber arm, bettelarm, an reinem Trinkwasser und gesunder Atemluft.